Wolfgang Voigts neueste Schöpfung verlässt den Dancefloor und widmet sich mit einem retro-futuristischen Gesamtkunstwerk aus Musik, Bild und Video der Utopie einer Zukunft ohne Menschen. Bewaffnet mit Arpeggiator und Synth- und Sequenzer-Software jammt sich Voigt hier durch eine Erde, auf der die Menschheit nicht mehr ist, wobei nicht nur die Geschichte sondern auch die Musik stark nach Siebziger-Jahre-Science-Fiction klingen, das aber wiederum perfekt und im besten Sinne. Die minimalistischen Synth-Improvisationen brummeln und fiepsen nach Herzenslust, klingen mal nach einer Mischung aus Kraftwerk und Oskar Sala, dann wieder nach Lo-Fi-Trance und immer irgendwie nach einer psychoaktiv illuminierten Variante von Raumpatrouille Orion. Und dabei gelingt es den Tracks doch prächtig, ein Gefühl des Isolationismus zu induzieren, sodass sich tatsächlich nach und nach das Bild einer Zukunft ohne Menschen vor einem auszubreiten scheint. Tracknamen braucht es in einer Maschinenwelt natürlich auch nicht, Nummern reichen da vollkommen zur eindeutigen Identifikation.

 


Stream: Wolfgang VoigtZukunft Ohne Menschen