Der Computer hat dafür gesorgt, dass fast alle Clubtracks einigermaßen rund und harmonisch klingen. So wurde die Clubmusik weniger geheimnisvoll. Im vordigitalen Zeitalter war oft nicht klar, ob eine Platte so schräg, verzerrt oder behämmert klingen sollte. Oder waren die Störgeräusche bloß Produkt der nicht vorhandenen oder nicht beherrschten Studio-Technik? Dem Schweden Jean-Louis Huhta gelingt es, solche Irritationsmomente zu erzeugen. Die hüpfenden, abgehackten Grooves klingen zu kurzatmig, zu eng, zu hermetisch. Aber gerade deshalb wirken sie auch so einmalig haltlos und mitreißend. Wunderschöne Detroit-Strings brechen in ein impertinentes Fiebsen um. Geht es darum zu zeigen, wieviel Banalität und Tiefe, Witz und Wahrheit, Stumpfsinn und Extase miteinander zu tun haben? Oder war bloß die DI-Box im Arsch?