Bisher fiel die Musik von El Perro Del Mar vor allem in die eng beieinander liegenden Schubladen Schweden, Indiepop und Lagerfeuerromantik. Eine Mischung, der man nicht zwangsläufig abgeneigt gegenüber stehen muss, doch dieses mal ist ohnehin (fast) alles anders. Pale Fire, das neue Album der Göteburgerin Sarah Assbring, oszilliert nicht mehr nur zwischen Indie- und sophistiziertem Kammerpop, sondern fußt vor allem auf einem Fundament aus sphärischen Synthesizerklängen und unaufgeregten Electronicabeats. Dazu bewegt sich Assbring mit ihrer Stimme zwischen Hoffnung und Verzweiflung, und ist trotz des gewachsenen elektronischen Einfluss in ihrem Sound weiterhin mehr Songwriterin als Produzentin von Tracks. Musikalisch reichen die zehn neuen Stücke von tanzbar („Hold Off The Dawn“) bis mystisch vertrackt, wobei besonders „Love Confusion“ eine gewissen Einfluss von Hype Williams auf El Perro Del Mar in der Version von 2012 hörbar macht. Es bleibt spannend, welche musikalische Richtung dieses Projekt als nächstes einschlägt. Bis dahin bleibt Pale Fire eines der schönsten Alben für die anstehenden kalten Tage.

 


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