Die Deep Sea Dweller: Kiemenmenschen, unter Wasser lebend in den Gewässern zwischen Afrika und Amerika, die in der postkolonialen Geschichtsschreibung von Denkern wie Paul Gilroy als „schwarzer Atlantik“ beschrieben worden sind. Von Afrika in die USA wurden die Sklaven schließlich verschleppt. Manche konnten sich retten auf Eilande wie Jamaika; andere, und hier geht es jetzt über in den Mythos, sprangen von den Schiffen, tauchten hinab, gründeten eine Zivilisation, entwickelten Kiemen und Flossen. Die Drexciyans, die Unterwassermenschen, sind die Idee des verstorbenen James Marcel Stinson und seines Partners Gerald Donald. Die Tracks, die Drexciya produzierten, sind ebenso selbst zur Legende geworden wie die Legende, die sie in ihren Musikfiktionen erzählten. Die Geschichte der Unterwasserpopulation ist eine sich selbst von jeder Kolonialisierung entfernende und daher ein Akt der Befreiung. Clone bringt nun im dritten Akt das Werk wieder heraus; auf Journey Of The Deep Sea Dweller III sammeln sich große Stücke wie „Bang-Bang“ und „Positron Island“, neu gemastert. Und auch hier wieder unverzichtbarer Teil der Drexciya-Erfahrung: die Ungeniertheit, das stoische Schlagen der Kickdrum. Die Gerald Donald übrigens mit seinen zahlreichen Inszenierungen weiterhin produziert, etwa als Dopplereffekt.

 


Stream: DrexciyaJourney Of The Deep Sea Dweller III (Preview)