Tim Keiling alias Erdbeerschnitzel scheint neben einem Sinn für Wortwitz eine Liebe für viele Musiken zu haben. Auf seinem zweiten Album kombiniert er Elemente aus Techno, House oder UK Garage mit einer Leidenschaft für Samples und lässt sich nicht auf den Klang eines bestimmten Genres festlegen. Der erste Track, stimmigerweise „Hello“ betitelt, lässt den Hörer mit warmen Synthesizern, hellem Klingeln und einem sanften, aber starken Bass hereintreten, wo sich die Klangwelt weit öffnet und ein organisch klingendes Schlagzeug mit Breakeinschlag das Ruder übernimmt. Im Verlauf des Albums nimmt die Musik vielgestaltige Formen an, die jede Menge Soul und Funk atmen, ob das Beatgerüst nun wie bei „Semantics“ in Richtung House geht oder wie in „Ebdus Rude“ auf das britische Basskontinuum schielt. Insgesamt klingt das Album mit seinen warmen Klangfarben sehr freundlich, ist aber dennoch tanzbar. Das beweisen nicht zuletzt Tracks wie „Separate Spaces“ oder „Tender Leaves“, das mit zerhackten Vocal-Samples und einem rollenden Subbass in bester britischer Manier auf die Tanzfläche drängt. Tender Leaf bringt mit seiner ehrlichen Vielseitigkeit Spaß, der auch nach mehrmaligem Hören bleibt.

 


Stream: ErdbeerschnitzelTender Leaf (Album Teaser)

 


Download: ErdbeerschnitzelTetra