Jede Platte ist Konzept, sagt Tin Man. Bei „Sample House“, seinem wuchtigen Auftritt für das österreichische Label Shaddock, steckt das gestalterische Grundprinzip sozusagen in den Unterstrichen zwischen den Sounds: in den unhörbaren Auslassungen, durch die Tin Man sein Material neu verfugt. Das Ergebnis ist schnalzender, direkter House ohne viel Klimbim und diesmal auch ohne Tin Mans markante Stimme. Wie „T_DD_T_RRY“ zum Beispiel oder das Titelstück „S_MPL_HOUSE“: eine ehrlich klopfende Kick, zwei, drei Akkorde, ein bisschen Basspumpen – das reicht schon für Tin Mans wohl tanzbarste Platte bisher. Schöner Bonus: das Vollcover mit dem Künstler in einer Backsteinlücke, ebenso bedeutungs-, stil- und humorvoll.