Gabor Schablitzki ist ein Teufelskerl. Er verfügt über eine Sound-Signatur, die auf den ersten Blick etwas krackelig und schrullig anmutet, bei näherem Hinsehen jedoch einen wahrlich singulären Charakter enthüllt, der es versteht, den mikroskopischen Details der Musik Raum für Entfaltung zu schaffen. Er hört immer noch hin, wo andere längst glauben, den Track verstanden zu haben. Entsprechend zeichnet sich sein nun auf Kompakt erscheinender Mix vor allem durch die Art des Arrangements aus, das sich in einer ausgefallenen Weise der Verschriftlichung des Tracklistings manifestiert: Pro Track auf der CD sind stets mehrere (bis zu vier) Nummern angegeben, die zur gleichen Zeit über- und nebeneinander laufen und damit das Mixing im Mix noch einmal gesondert akzentuieren. Guillaume geht auf Trentemøller, wie WhoMadeWho auf Koze auf Claro Intelecto. Heterogenitäten fließen fast zärtlich in einen einzigen großartigen Groove, der von Anfang bis Ende trägt, dessen Zusammenhalt von einem fast durchgängig präsenten ominös zirpenden Schunkel-House-Track aus Wruhmes eigener Feder namens „Robag Smapelschatullチg garantiert wird. Was für eine popee auch. So zeigt sich die Größe dieses wahrhaft großen Mixes vor allem darin, dass selbst die Klassiker, wie Villalobos‘ „Dexterチg oder Moderats „Rusty Nailsチg, in neuen Koncontent:encodeden neu erlebbar werden, wenn sie zu einem eklektischen Gesamtkunstwerk verschmelzen, das selbst den abgebrühtesten Raver mit offenem Mund und erwärmtem Herz hinterlässt.

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