Hinter dem Projekt Mollono.Bass steckt Ronny Mollenbauer, seines Zeichens Mitbetreiber des sympathischen Wald-und-Wiesen-Labels Acker aus Mecklenburg. Da liegt es nicht allzu fern, sein Debütalbum mit Field Recordings aus der Umgebung zu eröffnen. Vogelgesänge sind zu hören, während die dünne Melodiefigur einer Akustikgitarre auf- und absteigt. Eine zweite kommt hinzu, ein warmer, plastischer Bass trägt erste rhythmische Elemente, und sofort ist man drin im voluminös-konzertanten Acker-Klangbild. Mit weiteren Feldaufnahmen und titlen wie „Nach dem Regen“, „Hinter dem See“, „Unter der Sonne“ und „Tief im Wald“ werden hier meteorologische und landschaftliche Gegebenheiten vertont – und die liebenswürdige Naivität dieses naturverbundenen Programmmusikkonzepts kann durchaus überzeugen. Die Tracks sind weder dem Minimalismus, noch dem House, dem Dub oder der rasanten Abfahrt verpflichtet, vielmehr nehmen sie sich aus den verschiedenen Genres die Elemente, die sie brauchen, um so zu klingen, wie Acker eben klingt: Nach einer starken Affinität für analoge Instrumente. Hier ist es eine Trompetenfigur, dort klassisches Schlagwerk, und häufig die solierende Gitarre über einem reservierten Rhythmusgerüst. Da ist der Kitsch nicht weit, könnte man meinen. Doch der Ernsthaftigkeit, mit der auf Acker im Allgemeinen und diesem Album im Besonderen ästhetische Vorstellungen umgesetzt werden, gebührt Respekt.

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