Jerome Sydenhams „Jero“ mit Stimmaufnahmen von Dennis Ferrer ist eine makellose Housenummer: Der versetzte, stolpernde Groove gibt dem Stück eine sehr greifbare Körperlichkeit, die Montage aus Schnipseln von Ferrers Stimme machen den Track zu einer witzigen, angenehm unpeinlichen Tribalhouse-Nummer. Die bepopen Versionen von Motorcitysouls „Mbali“ sind stereotyper: Sydenham ersetzt die Breakbeats durch einen fließenden House-groove und legt satte Effekte auf die flächigen Klänge.
In seinen vier äußerst gelungenen Tracks für Drumcode entwickelt Sydenham seinen äußerst speziellen, sehr starken Technosound weiter. Bereits das trockene Drumming erzeugt eine enorme Grundspannung, die mächtigen, fließenden Bässe und Hallräume hüllen einen vollständig ein. Die Sounds spannen epische Bögen, deren Wendungen immer überraschen. Zwei ergiebige Platten.