Marc Romboys zweites Album ist raviger Trancehouse für die ganz großen Floors. Dabei sind die Tracks durchaus gelungen, Romboy hat ein unbestreitbares Gespür für schicke Sounds und mitreißende Grooves. Was an dieser Musik nervt, ist ihre totale Offensichtlichkeit: Die Stücke haben nichts Überraschendes, nichts Rätselhaftes. Wo ein Guy Gerber subtilere Sounds verwendet, deren emotionale Aussage nicht so einfach aufzuschlüsseln ist, gibt Romboy seinem Publikum genau die in ein zeitgemäßes Kostüm gegossene Raveabfahrt, die es erwartet. Die Komplexität und Tiefe, die Chaim, Shlomi Aber, David K. oder Stephan Bodzin diesem Sound gegeben haben, vermisst man hier. Ferner ist nicht zu verstehen, warum sich Romboy in diesem Zusammenhang die Detroit-Helden Blake Baxter und K-Alexi Shelby als Vokalisten ausgesucht hat: Deren Stimmen sind in dem recht megalomanen Sound ziemlich verloren.