Die UNESCO hat das ghanaische Musikgenre Highlife in die Liste der immateriellen Kulturgüter aufgenommen. Die UN-Institution hebt hervor, dass es sich um einen „herausragenden Ausdruck musikalischer Kreativität und kultureller Identität” handelt. Zudem wird die internationale Bedeutung des Genres hervorgehoben. Mit der Auszeichnung wird die über hundertjährige Entwicklungsgeschichte des westafrikanischen Genres gewürdigt. Highlife prägte auch den zeitgenössischen Afrobeat und wirkt so bis in die heutige Clubkultur hinein.
Highlife-Musik und -Tanz zeichnen sich durch „lebhafte Rhythmen, eingängige Texte und eine enge Verbindung zum Alltagsleben” aus, heißt es von der UNESCO. Typisch für das Genre ist eine Mischung aus Instrumenten wie Gitarren, Bläsern und Schlagzeug sowie der Call-and-Response-Gesang zwischen Leadsänger:innen und Backgroundsänger:innen. Oft werden die Texte in Englisch oder anderen lokalen Sprachen wie Pidgin vorgetragen. Der Musikstil Highlife lässt sich in drei Subgenres kategorisieren: Dance Band, Guitar Band und Burger.
Die UNESCO betont die Bedeutung von Highlife als gelebte Tradition. Die Aufnahme in die Liste der immateriellen Kulturgüter soll die Erhaltung der Kultur sowie die Bildung und Investitionen in die Kreativwirtschaft Ghanas fördern.







