Die Aachener Krachparade ist nach Ansicht der Polizei keine politische Demonstration. Mit dieser Einordnung würden Privilegien wegfallen, die sich aus dem Demonstrationsrecht ergeben. Das sei „direkter Einschnitt in unsere gesellschaftliche und politische Teilhabe” und gefährde die Durchführung der Parade, heißt es in einem Statement der Initiative.
Eigentlich sollte die Krachparade am 6. September als „Tanzdemonstration für mehr kulturelle Freiräume” stattfinden. Verbunden damit waren Forderungen wie eine Senkung der Mehrwertsteuer für Clubs, die Öffnung von Kiosken am Sonntag oder der Wegfall der Sperrstunde in Aachen. Politische Unterstützung für die Einstufung als Tanzdemo kommt unter anderem von der Linken und der SPD in Aachen.
Die Krachparade findet seit 2019 in Aachen statt. Im letzten Jahr nahmen 5.000 Personen teil. Verschiedene lokale Kollektive beteiligen sich Jahr für Jahr an der Umsetzung der Parade. Ob die Krachparade dieses Jahr wie geplant stattfinden kann, ist noch unklar. Die Initiative geht rechtlich gegen die Beurteilung der Polizei vor.







