Die Space Opera YOU\ME/ALIEN in Berlin-Weißensee: Wie der Weltraum Gräben zwischen den Menschen einreißen kann

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Zum Genre Space Opera gehören normalerweise groß angelegte Science-Fiction-Epen. Das Opera Lab Berlin interpretiert es in seiner Inszenierung YOU\ME/ALIEN neu – als poetische und musikalische Erkundung der zerbrechlichen und zutiefst politischen Räume zwischen Menschen und der Art und Weise, wie sie einander begegnen.

Komponist Evan Gardner führt das Stück zusammen mit elf Musiker:innen an vier Tagen im Theater im Delphi in Berlin-Weißensee auf. In weißen Tüll und silbrigen Stoff gekleidet schwebt das Ensemble mit seinen Instrumenten über die Bühne.

„YOU\ME/ALIEN ist ein Experiment in radikaler Empathie, eine Meditation über das Unbekannte – nicht als Figur der Angst oder Ausgrenzung, sondern als Präsenz, die neu gedacht werden kann”, sagen die Macher:innen über ihre Arbeit.

Aparna Shenoy, geboren in Mumbai, ist Hindustani-Klassiksängerin und Lehrerin. Sie begann mit 13 Jahren ihre Ausbildung, lernte bei renommierten Gurus der Jaipur-Atrauli- und Kirana-Gharanas und schloss den Sangeet Visharad ab. Neben ihrer Tätigkeit als homöopathische Ärztin unterrichtet sie Hindustani-Gesang an der Global Music Academy (Foto:
Aparna Shenoy, geboren in Mumbai, ist Hindustani-Klassiksängerin und Lehrerin. Sie begann mit 13 Jahren ihre Ausbildung, lernte bei renommierten Gurus der Jaipur-Atrauli- und Kirana-Gharanas und schloss den Sangeet Visharad ab. Neben ihrer Tätigkeit als homöopathische Ärztin unterrichtet sie Hindustani-Gesang an der Global Music Academy (Foto: Opera Lab Berlin)

Auf dieser Reise verwebt ein zwölfköpfiges internationales Ensemble experimentelle Gesangstechniken und Choreografien mit instrumentalen Klangfarben von Streichern, Bläsern, Schlagzeug und Elektronik. Sound wird zum Terrain der Begegnung: instabil, suchend, oszillierend zwischen Signal und Sprache. Was für eine Geschichte erwartet uns da? An Bord eines Raumschiffs versucht eine Crew, die Signale zu deuten, während sich Identitäten auflösen, neu formen und Gewissheiten entgleiten.

Dieses außerweltliche Klangtheater lädt zum Eintauchen in eine Welt jenseits der vertrauten Grenzen ein und stellt dabei dringende Fragen: Wie hören wir einander über Gräben hinweg? Wie verbindet und trennt uns Sprache? Und wie kann Kunst Bedingungen schaffen, in denen Empathie Spaltung überwindet?

Guilherme Rodrigues aus Lissabon ist Cellist, Trompeter und Komponist mit Fokus auf Improvisation und Klangforschung. Klassisch ausgebildet am Nationalkonservatorium Lissabon, schafft er akustische und elektroakustische Werke mit starken Kontrasten und intensiver Körperlichkeit (Foto: Opera Lab Berlin)

Das Opera Lab Berlin wurde 2013 gegründet und hat über 30 unabhängige Produktionen mit mehr als 40 zeitgenössischen Komponist:innen und 18 Regisseur:innen realisiert. Mit YOU\ME/ALIEN setzt das Kollektiv seine Mission fort, die Möglichkeiten des zeitgenössischen Musiktheaters zu erweitern und Räume für den Austausch zwischen unterschiedlichen Lebensrealitäten zu öffnen.

Die Oper wird in englischer Lautsprache mit deutscher Übertitelung aufgeführt.

Tickets für die Aufführungen am 4. bis 8. Februar 2026 im Theater im Delphi in Berlin-Weißensee sind hier erhältlich.

Das Key Visual von YOU\ME/ALIEN (Illustration: Samuel Chalela Puccini)

GROOVE präsentiert: YOU\ME/ALIEN
4. bis 8. Februar 2026

Tickets: Zwischen 15€ und 35€

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