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MDMX: Menura Audio baut den ersten modularen DJ-Mixer

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Menura Audio baut den ersten modularen DJ-Mixer. Das Fünf-Personen-Unternehmen aus Bochum und Berlin stellt mit dem MDMX eine Alternative zu den Clubstandards der Gegenwart vor – modular, individuell, qualitativ. Wie man auf die Idee kommt, einen analogen und anpassbaren DJ-Mixer zu entwickeln, hat uns Jasper Lauter erklärt. Er ist Co-Gründer von Menura und verantwortlich für die technische Entwicklung des MDMX.

Wer steht hinter der Entwicklung von Menura Audio MDMX?

Jasper Lauter: Unser Kernteam besteht aus Roger, Vincent und mir. Wir arbeiten nun seit etwas über anderthalb Jahren an dem modularen Mixer. In Designfragen arbeiten wir mit Alex und Sophia zusammen, die uns tatkräftig unterstützen. Wir alle kommen aus dem DJ- und Clubbereich. Ich wohne dabei als einziger in Bochum, alle anderen in Berlin.

Das Kernteam von Menura Audio: Vincent Beermann, Jasper Lauter, Roger Özcan. (Foto: Presse)

Wie kam es zur Idee, einen modularen Mixer zu entwickeln?

Die Idee für den MDMX entstand durch meine vorherige Arbeit im Bereich Entwicklung modularer Synthesizer und hängt mit meinen Wurzeln im DJing zusammen. Den Wunsch, einen eigenen Mixer zu entwickeln, hatte ich aber schon länger. Es stellte sich nur die Frage, wie dieser aufgebaut sein soll. Ich kam zur Erkenntnis, dass es nicht den perfekten Mixer für alle gibt. Daher: die Idee des modularen Mixers. Die Ansprüche liegen in Soundqualität, Flexibilität, Funktionalität, Verarbeitung und Integration. Durch die Kombinationsmöglichkeiten der Module ergibt sich natürlich eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie man seinen eigenen Mixer gestaltet. Alle Module funktionieren miteinander. Das System ist so simpel aufgebaut, dass jede:r den Mixer selbst zusammenbauen kann und soll.  

Jasper Lauter ist verantwortlich für die technische Entwicklung des MDMX (Foto: Presse)

In den Clubs sind einige Mixer-Marken omnipräsent. Warum braucht es eine neue Alternative?

Um es vorwegzunehmen: Wir sehen uns natürlich nicht als Konkurrenz zu den bestehenden Clubstandards. Uns ist bewusst, dass wir eher eine Nische ansprechen. Aber genau diese Nische wollen wir bedienen: Menschen, die in dem Angebot, das es gibt, nie den perfekten Mixer für ihre Anforderungen gefunden haben. Sei es die Ausstattung, der Klang oder die Haptik – gerade bei der Ausstattung muss man sich oft zwischen überladen oder sehr reduziert entscheiden. Somit fehlen entweder Funktionen, oder man zahlt für Funktionen, die man nicht nutzt. Dem wollen wir mit unserem Konzept entgegenwirken.

Der MDMX ist für alle, die in dem aktuellen Mixer-Angebot nicht den perfekten Mixer für ihre Anforderungen finden (Foto: Presse)

Welche zusätzlichen Vorteile soll man durch den MDMX als DJ haben?

An erster Stelle steht natürlich die Individualisierbarkeit. Das heißt: sich den Mixer so gestalten zu können, wie man ihn braucht. Dabei haben wir immer die höchste Klangqualität im Hinterkopf, erreicht durch das Verwenden hochwertiger Bauteile und durchdachter Schaltungen. Alle Module sind miteinander kompatibel, somit ergibt sich eine Vielzahl an Möglichkeiten. Wenn man Lust hat, zwischendurch ein anderes Genre zu spielen, lässt sich der Mixer kurzfristig umbauen. Einen weiteren Vorteil sehen wir darin, dass bei einem Defekt, der natürlich nicht vorkommen sollte, nicht der ganze Mixer getauscht werden muss, sondern nur das entsprechende Modul. Somit ist der MDMX ressourcenschonender als herkömmliche Mixer.

Durch seine Modularität ist der MDMX ressourcenschonender als herkömmliche Mixer (Foto: Presse)

Das Design des Mixers ist schlicht, manch einen erinnert es an Moog-Synthesizer – das hebt euren Mixer von anderen, leuchtenden Mischpulten ab.

Hier lasse ich Alex, unseren Designer, ans Wort: Wir wollten mit dem Mixer ein möglichst pures und konzentriertes Arbeiten ermöglichen. Kein Schnickschnack – trotzdem visuell ansprechend. Daher war es uns zunächst vor allem wichtig, die Oberfläche nicht zu überladen, sondern eher dezent mit organischer Formensprache und wenig Ornamenten zu bespielen. Auf den Modulen treten unsere Logos zurück, die Modulbeschreibung bekommt hier den Vortritt. Die Modularität des Mixers setzt voraus, dass wir ein visuelles Raster und System etablieren, was die enorme Menge an potenziell noch folgenden Modulen unterbringen kann, ohne dabei langweilig zu werden. Ich denke, wir haben einen guten Mittelweg gefunden und die bereits entwickelte 1620er-Modulreihe setzt diese Gestaltungsprinzipien sehr schön fort. Spannend wird es natürlich, wenn es mal um ein limitiertes Modul geht, was zum Beispiel zusammen mit einem/einer Künstler:in entwickelt wird – dieses sollte dann natürlich auch seine/ihre Handschrift tragen dürfen und entsprechend rausstechen.

So edel sieht der MDMX von Menura aus (Foto: Presse)

Welche Rückmeldungen gab es bisher?

Erfreulicherweise fast ausschließlich positive. Wir sind davon ausgegangen, gerade am Anfang viel Gegenwind mit der Idee zu bekommen. Das hat sich nicht bestätigt. Gerade über Social Media, aber auch im privaten Umfeld bekommen wir eine Menge Zuspruch. Das motiviert uns sehr, immer weiter am MDMX zu arbeiten und ihn weiter zu optimieren. Auch die Reviews fallen bisher sehr positiv aus, wobei wir natürlich immer froh sind über Kritik und Feedback. Dadurch ist der Mixer in dem Status, in dem er jetzt ist.

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