Rose Bonica (Foto: Tatyana Levana)

Ihren Moniker hat sich Rose Bonica von der gleichnamigen Blumenart abgeschaut. Wer hier deshalb seichte Beats mit ruhigen Synth-Flächen erwartet, liegt weit daneben. Die Musik der Südafrikanerin bedient eine weite Bandbreite an Clubsound, mal geht es technoider zu, mal offenbart sie mit Leftfield-Produktionen eine noch obskurere Sphäre ihres Schaffens. Diese Diversität fährt sie auch auf ihrem Debütalbum Tears For The Tea Maker, das sie über ihr eigenes Label Roses Are Red veröffentlicht.

„Are My Cries Worth The Crystal” ist Produkt des eigenen Eklektizismus. Während der Beat inklusive rollender Kickdrum-Rhythmen nach purem, düsterem Techno klingt, geht der Track im Zusammenspiel mit seinen melodischen Elementen doch in eine vielschichtigere Richtung. Klar, das Ganze kann wohl immer noch in den Bereich eingeordnet werden, den die Percussion vorgibt, Schubladendenken ist bei Rose Bonica aber nicht umsetzbar. Der hypnotisierende Vocal und die mystischen Synthesizer-Klänge, die sich stetig im Raum bewegen, attestieren dem Track eine fast spirituelle, aber trotzdem ehrliche Tiefe.

Überzeugt euch selbst von „Are My Cries Worth The Crystal”:

·

Rose BonicaTears For The Tea Maker (Roses Are Read)

1. Dear In The Headlights
2. I Have Nothing To Stress About
3. I’m Ready But They Don’t Want Me
4. Destitute
5. Don’t Tell Me How To Live My Life
6. Your Mother Never Taught You Manners
7. What Have You Done With My Ocean Eyes
8. Tears For The Tea Maker
9. I’m Sorry I Forgot What I Said
10. Deathface
11. Are My Cries Worth The Crystal
12. Don’t Always Have To Make Them Dance
13. Tropical Tears (Bonus Track)

Format: Digital
VÖ: 18. September 2020