„Orbit“ ist vom ersten Takt an Acid, aber in erfrischend persönlicher Aneignung, ohne nachmodeliertem Neunziger-Klangrahmen und 303-typischem Gezwitscher. Paul Woolford konterkariert seine Synthiesequenz mit holzigen Drumsounds und einem bewusst schreitenden, nie swingenden oder shuffelnden Beat. Verknappung oder Gegen-den-Strich-Bürsten nennt man das, und die Strategie geht auf. „MDMA“ verspricht dann durch den Titel mehr, als der recht gängige Piano-Housetrack einlösen kann. Aber auch hier bollern die Drums genreuntypisch heftig. Kann man so machen.

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