burger
burger

THE/DAS Freezer (Sinnbus)

- Advertisement -
- Advertisement -

Das Berliner Duo The/Das ist aus der Band Bodi Bill hervorgegangen. Nach zwei Maxis für DJ Tennis’ Label Life And Death, in Teilen zusammen mit Tale Of Us entstanden, erscheint jetzt ihr Debütalbum bei Sinnbus und macht eine Ansage: Charts, wir kommen! Tatsächlich kommt diese Hinwendung zum Pop ganz selbstverständlich rüber, faszinieren The/Das mit diesen acht neuen Nummern, die sämtlich Songs sind, über die komplette Distanz. Woran nicht wenige scheitern, dieser elektronischen Band gelingt die Verschmelzung von Gefühlsnöten und Klangsynthese auf Anhieb überzeugend. Sänger Fabian Fenk findet dafür einen souveränen, ganz eigenen Tonfall im Ausdrucksspektrum irgendwo im sehr großen Raum zwischen schlampigem Scott Walker, entspanntem Robert Smith, nachlässigem Bryan Ferry und einer Spur Sting im Abgang. Ob im unterkühlen R&B des Titelstücks oder in den gespenstischen Indie-Pop-Hits „My Made Up Spook“ und „(Under) Miami Waters“, überall lauern fesselnde synthetische Arrangements, deren elektronische, elektrische und mechanisch-analoge Signale in einer Reduktion zusammenkommen, die nicht Selbstzweck bleibt, sondern eine gewittrige Spannung aufbaut, in der sich die Emotionen in einem Eisregen entladen können. Referenzen: Hot Chip, James Blake, Jon Hopkins, SOHN. Dem Dancefloor am nächsten kommt das techige „This Place“, aber dieser Coldwave-Pop möchte nicht mehr auf den Club beschränkt sein.

 


Video: The/DasMiami Waters

In diesem Text

Weiterlesen

Features

Rene Wise: „Wenn der Loop was taugt, darf er sich nicht ändern!”

Groove+ Rene Wise ist ein junger Techno-DJ, der Jeff Mills noch ernst nimmt und ein DJ-Set nicht als Sprint, sondern als Marathon begreift. Warum? Erklärt er im Porträt.

Berliner Clubarbeitenden Gewerkschaft: „Auch wir wollen eine Work-Life-Balance haben”

Die BCG veranstaltet zum Tag der Arbeit einen Demo-Rave, um auf ihre Belange aufmerksam zu machen. Wir haben ihr gesprochen.

Felix Leibelt über Mark Spoon: „Das war kein gewöhnlicher Typ”

Wir wollten wissen, wie sich der Autor des Podcasts dem Mensch nähert, der wie kein anderer für die Ekstase und Exzesse Neunziger steht.