burger
burger
burger

GEORGE ISSAKIDIS Karezza (Kill The DJ)

Seit knapp fünf Jahren veröffentlicht das von Chloé und Ivan Smagghe ins Leben gerufene Label Kill The DJ nur noch sehr wenig Musik. Dafür aber stets welche, die für sich steht. Das trifft auch auf das Debütalbum Karezza von George Issakidis zu. Benannt hat es der Kanadier aus Paris nach einer zärtlichen Sexualpraxis, in der der Mann auf den Höhepunkt verzichtet. Issakidis tut das auch – auf seinem Album ist kein heftiger Cluborgasmus zu hören. Stattdessen setzt der Chef des Labels The Republic Of Desire, der Mitte der Neunziger schon als Teil der Band The Micronauts ein wenig French-House-Musikgeschichte mitschrieb, auf geheimnisvoll vernebelte Deepness. Ein Stück wie „Santa Rosa De Lima“ schwebt mit einem zackig-vertracktem Rhythmus und sphärischen Gitarren galant psychedelisch. Und ein Arrangement wie „Summer Solstice“ dreht sich zu einem lässigen Industrial-Schaffel magisch anziehend im Kreis. Weitere Zutaten seiner Tracks sind detailverliebter Techno, Electro, New-Wave-Staub, verdrehte Ketaminvocalfetzen, sexy Synthlines und auch mal ein Schuss French-Pop. Ein heterogenes, unvorhersehbares Gemisch, dem zuweilen die Kraft innewohnt eine Tür zu einer neuen Welt zu öffnen.

 


Video: George IssakidisKarezza

In diesem Text

Weiterlesen

Features

28 Fragen: Nils Frahm

Groove+Wofür schämt sich Nils Frahm? Diese und 27 anderen Fragen beantwortet der Wahlberliner zum Release seines neuen Albums „Musik For Animals”.

Die Solomun-Tapes, Teil 1: Wiedererweckung in einer neuen Welt

Solomun ist einer der bekanntesten House-DJs der Welt. Wir trafen den DIYnamic-Chef in Hamburg zu einem Gespräch über seinen Werdegang.

Tinko Rohst von OYE: „Das gibt mir die Kraft, weiterzumachen”

Zum 20-jährigen Bestehen von OYE Records haben wir uns mit Geschäftsführer Tinko Rohst getroffen. Wir sprachen über die Veränderung des Musikmarkts, die Berliner Vinyl-Szene und über seine ganz persönlichen Träume.