burger
burger

DIVERSE Only 4 You: The Sound Of Cajmere & Cajual Records 1992-2012 (Strut)

- Advertisement -
- Advertisement -

Chicago kann seinem Sohn Curtis Jones nicht dankbar genug sein. Zu einer Zeit, als die Luft in der Windy City und Gründerstadt bis auf eine Handvoll Labels (Dance Mania, House Jam, Other Side, Clubhouse) still zu stehen schien, beendete der Mann, der sich als Künstler Cajmere und Green Velvet nennt, die Flaute wie von Zauberhand. Cajual und Relief hießen die Labels mit unverkennbarem Artwork, die sich einerseits um Vocal-, Deep- und Disco-House (DJ Sneak hatte seinen großen Durchbrauch dank Cajual) und andererseits um die schroffe Jack-Variante mit Acid- und Techno-Einschlag sowie Percolator-Marschbefehl verdient machten. Mit diesen Vehikeln spülte nicht nur eine zweite Welle frischer Produzenten (Gemini, Glenn Underground, Derrick Carter, Johnny Fiasco) von der Nord- und Südseite der Stadt mit beeindruckender Eigendynamik über den Rest der Welt hinweg, Cajual und Relief waren gleichzeitig Innovation, Bewahrung und für so ziemlich jeden ernstzunehmenden DJ dieser Zeit unverzichtbar. Only 4 You bietet nun via Strut eine Rückschau auf der Cajual-Seite dieser Ära. Grundiert durch die Hits des Labelbosses („Brighter Days“, „Percolator“, „Feelin’ Kinda High“), gibt es auch ein Wiedersehen mit den obengenannten Charakterköpfen und die Erkenntnis, dass deren Werk fast nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat.

 


Stream: CajmereChit Chat (Clubhouse Remix)

In diesem Text

Weiterlesen

Features

Rene Wise: „Wenn der Loop was taugt, darf er sich nicht ändern!”

Groove+ Rene Wise ist ein junger Techno-DJ, der Jeff Mills noch ernst nimmt und ein DJ-Set nicht als Sprint, sondern als Marathon begreift. Warum? Erklärt er im Porträt.

Berliner Clubarbeitenden Gewerkschaft: „Auch wir wollen eine Work-Life-Balance haben”

Die BCG veranstaltet zum Tag der Arbeit einen Demo-Rave, um auf ihre Belange aufmerksam zu machen. Wir haben ihr gesprochen.

Felix Leibelt über Mark Spoon: „Das war kein gewöhnlicher Typ”

Wir wollten wissen, wie sich der Autor des Podcasts dem Mensch nähert, der wie kein anderer für die Ekstase und Exzesse Neunziger steht.