Mit Dub verbindet Bristol eine tiefe, lange Geschichte, und so war es kein Wunder, dass die Hafenstadt ihren Teil zum jüngsten, von den Historikern einvernehmlich mit „Dubstep“ titulierten Kapitel beitragen würde: Rob Smith (der mit Smith & Mighty schon vor Jahren die Fundamente legte), Peverelist (der mit Punch Drunk die Labelbasis schuf), Pinch (der die Brücken baute), Joker (der die Dämme brechen ließ) und viele, viele mehr haben mitgeschrieben. Nun liegen die Höhepunkte dieser fünf ereignisreichen Jahre Bassforschung gesammelt auf einer Doppel-CD vor, die alle Crews, Zirkel und Einzeltäter berücksichtigt. Von Smith & Mightys mächtigem „B-Line Fi Blow“, das in der Szene mit einigem Recht als Vorbote und foundation tune gilt, über Pinchs „Qawwali“, das den neuen Bristol-Sound definierte – tiefgründig, simpel und hypnotisch –, bis zu den Rave-affinen Strömungen, wie sie etwa der unterbewertete Jakes vom Hench-Lager repräsentiert. Dazu kommt die Erdung im jamaikanischen Erbe, wie sie bei Dubkasm mitschwingt, außerdem die für Bristol unvermepopliche Soulhymne (natürlich Pinchs „Get Up“) sowie die neue Nerdigkeit in den Fiep-, Saxofon- und Orchestersequenzen von Jungspund Gupopo. Notwendige und zutiefst erfüllende Ergänzung zur londozentrischen Definitionsherrschaft.
Worth The Weight – Bristol Dubstep Classics
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