Foto: Presse (Natascha Kann)

Was mich zum DJ gemacht hat: Auflegen hat mich schon immer fasziniert. Hinter den Decks zu stehen und das Ganze in der Hand zu haben, wurde immer mehr mein Traum in den ganzen Jahren, als ich selbst aufm Dancefloor stand. Irgendwann hat ein guter Freund dann mal zu mir gesagt, wenn ich es jetzt nicht mal anfange, werde ich es irgendwann bereuen. Dann kamen die Turntables und so ging das dann auch alles los.

Ich lege auf mit: Hauptsächlich mit Vinyl, aber mittlerweile benutze ich auch USB, wenn ich die Platte nicht auf Vinyl habe, die ich gerade spielen möchte.

Mein erstes DJ-Set war Januar 2015 im Berliner SchwuZ, back-to-back mit Rotciv. Das war echt ein super Abend!

Was für mich einen guten DJ ausmacht: Guter Musikgeschmack ist sehr wichtig und vor allem sollte dieser auch individuell sein. Man sollte sich auch was trauen. Ein guter DJ muss sich auf die Crowd einlassen können und umgekehrt genau so. Wenn das alles passt, dann ist es perfekt.

Durch meine Residency im ://about blank habe ich gelernt: Nicht jeder Abend ist gleich und durch das Spielen von regelmäßigen Warm-ups habe ich wirklich viel dazu gelernt.

Wenn ich nicht gerade hinter den Decks stehe, dann suche ich nach neuer Musik, hänge im Blank rum oder probiere neue Kochrezepte aus.

Meine zwei Secret Weapons: Kaffee und Schlaf.

 


 

Wie hast du die Stücke für den Mix ausgesucht? Hattest du ein bestimmtes Konzept im Kopf?
Ich hab mir eine Liste von den Tracks gemacht, die in Fragen kommen könnten. Die Entscheidung, welche es jetzt wirklich sein sollen, hat sehr lange gedauert. Ich wollte etwas ruhiger anfangen und dann immer technoider werden. Ich hab es ein paar Mal durchgespielt um mir ein Bild zu machen und immer wieder die Tracklist etwas verändert bis ich zufrieden war und dann aufgenommen. Die Trackauswahl dauert eigentlich immer am längsten.

Korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege, aber der Am Deck-Mix dürfte erst dein fünfter (zumindest öffentlicher) sein, richtig? Was geht dir leichter von der Hand: Mix in Ruhe zu Hause oder das Set im Club? 
Ich hab vorher auch schon mal was hochgeladen, dass ich mit dem Computer zusammengestellt habe aber das hab ich mittlerweile rausgenommen. Es ist auf jeden Fall ein sehr großer Unterschied, ob man zu Hause einfach mal ein paar Platten auflegt oder im Club ganze Sets spielt. Wenn ich meine Sets für den Club zu Hause vorbereite, kommt bei der Party meistens immer was anderes raus. Auf einer guten Anlage hört man dann auch noch Sachen, die man zu Hause gar nicht so wahr nimmt und wenn man dann einmal richtig im Flow ist und nur noch hört und fühlt, nicht mehr großartig darüber nachdenkt, dann geht plötzlich alles wie von alleine. Das sind die aller besten Momente und das erreicht man nicht zu Hause in aller Ruhe. Da spielen halt mehrere Faktoren eine Rolle.

Wo und wie hast du den Mix aufgenommen?
Zu Hause mit meinen zwei Turntables und ’nem Mixer.

Der Mix hat mehr Tracks aus der jüngsten Vergangenheit und weniger alte, oldschoolige Klassiker. Trifft das auch im Normalfall auch auf deine DJ-Sets zu oder unterscheidet sich das stark bei, je nach Party, Stimmung? 
Das kommt immer drauf an. Ich mag den Mix aus altem und neuen, sowie auch House und Techno zu mischen. In dem Podcast sind ein paar Tracks, die mich während der Zeit in der ich auflege immer begleitet haben und die für mich zeitlos klingen. Wie z.B. der Edit Select Remix oder der Track von Max_M, da kriege ich immer wieder Gänsehaut wenn ich die höre.

Wo kann man dich demnächst an den Decks erleben?
Ich spiele am 28.04. auf der Geburtstagsparty im ://about:blank.


Stream: Natascha KannAm Deck 32

01. Vinyl Speed Adjust – Restricted
02. Inga Mauer – Dno
03. Ed Davenport – Silver Walks
04. Secret Studio – Grime Time (Remix)
05. Max_M & Obtane – 28 August 1972
06. Regal – Rem
07. Technasia – Hydra 
08. Blue Hour – Falling Lines
09. 3ST – Dropout Zone
10. Benedikt Frey – Out of her (Simon Haydo Rework)
11. Amotik – Unnees
12. Edit Select – Seconda Immagine