Der Amsterdamer Underground-Veteran San Proper ist für seine mitunter bizarr-weirden sowie schrulligen Produktionen bekannt. Die zwei neuen EPs für Perlon und das russischen Label Arma stellen da natürlich keine Ausnahmen dar. Während das freakige Artwork für die Kollegen aus Moskau zu entzücken weiß, sind die drei Tracks hyper-subtiler Tech-House, der mit Filmzitat-Samples und Flöten-Intermezzo von einem verpeilten Gusto lebt. Dass der Kerl mit dem Oberlippenbart auch gerne mal seine Gitarre zur Hand nimmt, ist beinahe jeder seiner arglosen Basslines anzuhören. Auf Perlons 99. Katalognummer kommen dann vor allem diese im Hintergrund wispernden Vocals, soundtrackige Streicher und groteske Grooves zum Einsatz. Lediglich „Burn For Love“ mit seiner Beschwörungsformel und den dezenten Gitarren-Pickings hinterlässt Eindruck. Mikrogenese!