Ägypten, Sternenbilder und Zahlen auf dem Cover, dahinter ein genial wirrer Bassmusik-Bastard mit Cratedigger-Gestus, esoterischen Wortklaubereien sowie dem gesamten Afrofuturismus-Referenzprogramm, von Sun Ra über Afrika Bambaataa bis zu Abdullah Ibrahim/Dollar Brand mit seinem African Space Programm – man weiß schnell, wohin die Reise geht. Ins All natürlich, „a whole ‘nother world out here“. Ras G ist jedenfalls zurück auf dem Planeten Brainfeeder, satte vier Jahre nach seinem, nun ja, eingängig betitelten Labeldebüt Brotha From Anotha Planet. Und der Spritus Rector dieser L.A.-Blase bringt dabei eine zurzeit so maximal unhippe Musik wie das, was mal „Headz“ genannt wurde, dank Flying Lotus’ Vorreiterschaft für locker zerfisselte Beats mit Freejazz-Haltung und hochgezogenem Bassregler zurück aufs Tapet. Hätte man auch nicht gedacht, dass Du alte Kiffermusik es noch mal wieder vor die Tür schaffen würdest. Aber tut gut, so ein bisschen Bewegung, oder?

 


Stream: Ras GBack On The Planet