Schnörkellosigkeit ist in der elektronischen Musik nun mal ein zweischneidiges Schwert und diese Ambivalenz wird auf Ray Okparas Debütalbum Good Times oftmals deutlich. Wo auf den Punkt arrangierte Dancefloor-Bomben wie etwa „Miami 2012“ oder „Cats Love“ zum unwillkürlichen Headbanging anspornen, gerade weil sie mit einem so bodenlos einfachem aber grandiosen House-Groove daherjacken, bleiben andere Titel in ihrer Simplizität gefangen ohne mit einer befruchteten Idee zu zünden. Eine stilistische Ausnahme zum Rest des Werkes bildet hingegen der Eröffnungssong „Butterfly“ mit ruhigem Gesang von Katrin Cueruek – beinahe ein Stück Pop-Musik, das mit dubbiger Melodik und exotisch breakigem Beat daherkommt. Auch wenn sich ab und an schwächere Momente dazwischen drängen, hat das Album immer wieder seine Good Times.

 


Video: Ray OkparaGood Times (Video Version)