Ganz schön vielschichtig und umfangreich, was Herr Deacon diesen Monat so treibt. Der Leipziger erlaubt sich schon mal ein anderthalbminütiges Ambient-Intro, um danach gute acht Minuten einen superdeepen, elegischen Housetrack auszubreiten, der von einem obskuren deutschen Sprachsample konterkariert wird. Und was hier in einem Track passiert, zieht sich konzeptionell auch durch beide EPs. Auf „Songs About Love“ gibt es in „Beauty Irony“ einen ähnlich atmosphärischen Track, aber eben auch das humoristische, komplett unclubbige „Fall In Love“, das einem Disney-Zeichentrickfilm entsprungen sein könnte. Und danach wieder sozusagen die Genrefilm-Fingerübung „Sax Groove“ im eher gängigen, aber hittigen House-Gewand. Kann man so machen.