Bei „You Feelin“ und „Kisses“ imitieren dOP aus Frankreich den Falsett-Gesang ihres Idols Prince. Aus Prince’ überkochender Erotomanie werden da scheue Küsse. Für diese engräumigen Tracks erscheint der Dancefloor als zu großes, zu unüberschaubares Forum. dOPs House-Sound zielt eher auf die klar umrissenen Dimensionen eines privaten Séparées. In diesen makellos produzierten Stücken kommt kein Stilelement vor, das nach 1986 entstanden ist: Als sei für dOP die Acid-House-Revolution und deren Folgen ein Trauma, dass es zu verdrängen gilt. So entwickeln sie die Vision eines zahmen Nachtlebens: Als hätte es Ecstasy nicht gegeben.