James Clements ist ein fleißiger Mensch. Seit 2003 hat der Brite als ASC nicht weniger als acht Langspielplatten veröffentlicht. Außerhalb der Drum ’n‘ Bass-Szene erregte er jedoch erst vor zwei Jahren mit Nothing Is Certain für Nonplus Records größeres Aufsehen. Seit diesem Album zählt er zu den häufigst genannten Vertretern des „Autonomic“-Stils – jener minimalistischen Frischzellenkur, mit der die Nonplus-Betreiber dBridge und Instra:mental Drum ’n‘ Bass neues Leben einhauchten. Dieser Idee bleibt Clements nach zwischenzeitlichen Techno-Abstechern auf Perc Trax mit Out Of Sync treu, ohne neue oder originelle Impulse beizusteuern. Die elf Stücke schwanken stilistisch zwischen Ambient und atmosphärischen Halfstep-D’n’B, und leider findet sich unter ihnen auch einiges an Füllmaterial. Man muss schon ein Faible für Esoterik haben, um „A Song For Hope“ mit seinen Sirenengesängen oder die Panflötensamples bei „Prometheus“ gut zu finden. Spannend wird das Album immer dann, wenn Clements zugunsten von gewagten Rhythmusexperimenten weitgehend auf seine geliebten Klangflächen verzichtet, wie etwa bei „Glass Walls“, „Blurred Pictures“ oder „Stay True“. Es hätte Out Of Sync wohl gut getan, wenn der Produzent das Motto seiner Autonomic-Mentoren beherzigt hätte: Weniger ist mehr.

 


Stream: ASCOut Of Sync (Snippets)