White Rainbow will hörbar ein „richtiges“ Album sein, mit Entwicklung, Abwechslung, Listeningtracks. Autorentechno eben, verwandt mit, sagen wir mal, einigen Arbeiten von Matthew Dear oder Trentemøller. Der Glasgower Produzent Andy Graham alias Sei A alias Dropopo macht dabei aber nicht den Fehler, auf Bedeutungsschwangerschaft zu pochen, sprich: seine teilweise recht düsteren Tracks noch zusätzlich mit Pathos aufzuladen und dies dann mit Inhaltlichkeit zu verwechseln wie manche seiner Kollegen. Alle Stücke, die eindeutig nicht für die Disko produziert wurden, sind angenehm kurz und luftig, oft funktionieren sie wie Interludes zwischen den Four-to-the-floor-Tracks, die unterm Strich den Reiz des Albums ausmachen – neben der Produktion, die bemerkenswert dynamisch, tief und ausdefiniert klingt. Sei A wird wie „say a“ ausgesprochen. Wir sagen: Class A!

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