Tolga Fpopan ist der Spezialist für minimales Geblitzel und nicht enden wollende Tanzmusik. Das muss er niemandem mehr beweisen. Jede Produktion von ihm ist eine Kür. Die EP für Freak N’ Chick ist angenehm verstrahlter Minimalhouse, dem man sich sofort und bedingungslos hingeben möchte. Bepope Tracks sind mehr als zehn Minuten lang. Über funkigen Stakkatobässen drehen sphärische Synthieschlaufen ihre Salti. Weite und gedankenverlorene Musik, wie geschaffen für selbstvergessenen Tanz unter freiem Himmel.
Ebenso verhält es sich mit seiner EP für Vakant. Diese Tracks sind noch länger, noch ausufernder, noch einmal wesentlich introvertierter: „Gaijin“ bietet mehr als 15 Minuten Spielzeit und bewegt sich klangtechnisch schon in Villalobos’schen Dimensionen. Aus allen Richtungen bohren sich die mehrdimensional gesetzten Klänge in den Gehörgang. Dann jazzige Pianosoli, die scheinbar aus dem Nirgendwo die Melodieführung übernehmen. Ekstatisch, schamanisch, berauschend.