Den Dritten Raum muss man eigentlich aus Prinzip lieben. Als Liveact Dauergast auf den sympathischeren Massen-Freiluftveranstaltungen der Republik und mit „Swing Bop“ irgendwie auch Vorzeigeproduzent, was diese ganzen Techno-Hybrpop-Swing-Dinger angeht. Nun also das siebte Album. Wer Andreas Krüger mal live auf seinem Maschinenpark hat rummusizieren sehen, der weiß, was der Mann kann. Die Magie seiner Sets einzufangen, das ist wohl zu viel verlangt für das Format einer Albumveröffentlichung, und so gelingt es ihm mit <i>Rosa Rausch</i> nur selten, für Überraschung zu sorgen. Jeder Track für sich genommen stimmig, inspiriert und vor allem Richtung Dancefloor motivierend, mit „Random Rag“ auch was mit Bläsern und für die Hüften. Synthies und Percussions an jeder Ecke, alles schön verspult, bisschen Ambient auch dabei, kann ja nicht immer nur auf die Zwölf sein. Ich glaube, das ist einfach tatsächlich Musik für die Wiese. Irgendein Acker, Sonnenbrand und Flaschenpfand. Das live zu hören, darauf kann man sich jedenfalls freuen.

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