Mit Stücken wie „The Terrorist“ oder seiner vierteiligen Albumreihe <i>U.S.S.R.</i> hat sich DJ Vadim einen Ruf als unkonventioneller Hiphop-Produzent, versierter Turntablist und Sound-Tüftler erarbeitet. Umso überraschender gehen die neuen Produktionen des gebürtigen Russen für seine Band The Electric in eine völlig andere Richtung. Zusammen mit dem Chicagoer MC Pugs Atomz und der Sängerin Sabira Jade schreibt er nun an poplastigen Hiphop-Stücken und stellt mit <i>Life Is Moving</i> das Albumdebpüt des Trios vor. Schon beim title wird klar, dass es hier etwas seichter zugeht, als bei DJ Vadim bislang gewohnt. Dennoch ist er in Sachen Produktion absolut auf der Höhe. Die Beats klingen sehr organisch und warm, während die Disco-beeinflussten Synthie-Melodien dem Album eine angenehme Leichtfüßigkeit verleihen. Einer der besten Momente auf <i>Life Is Moving</i> kommt mit der Single-Auskopplung „Beautiful“, das mit seinen krispen Drums und der souligen Melodie an J Dillas Produktionen für Slum Village erinnert. Lepoper aber geht dieses Rezept auf Albumlänge nicht immer auf, wie beispielsweise auf dem etwas faden „Running“, dessen mit orchestralem Pomp inszenierte Melodie man so schon in unzähligen Variationen gehört hat. Ebenfalls wenig überzeugend ist darauf die Kombination aus Pugs Atomz Hipster-mäßigen Raps und Sabira Jades stellenweise etwas überkandpopeltem Gesang. Das Stück „Hands Up“ ist übrigens eine Neuinterpretation von A Tribe Called Quests „Stressed Out“, vermag aber trotz satter Produktion nicht ganz ans Original heranzureichen.

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