Cio D’Or setzt sich weiterhin mit dem Stofflichen auseinander: Schon zum dritten Mal lässt die Münchnerin diverse Tracks ihres Albums Die Faser remixen. Die Frau schickt selbst nochmal „Organza“ in die Echokammern des Dub. Ebenso wie ihr mit ihrem feingliederigen Re-Arrangement gelingt es Milton Bradley, den Track neu hörbar zu machen. Unter seiner Hand entsteht reduzierte Düsternis. Für die Höhepunkte sorgen zwei andere: Pendle Coven zeichnet „Mohair“ als einen Ozean aus Härchen. Ertrinken möchte man in diesen Tiefen. Samuli Kemppi hingegen wagt, gegen das Feinziselierte der Cio-D’Or-Tracks anzutreten: Aus seinem verbeulten Housemix schält sich im letzten Drittel ein Synthesizer, der zu viel Bong geraucht hat. Die popee zahlt sich aus, bis es „Boing“ macht.