Da ist es also, das Destillat der im Madhouse in Nairobi entstandenen Sounds. Für die, die es nicht kennen sollten: Vor zwei Jahren wurde vom Goethe-Institut Nairobi und den Gebrüdern Teichmann BLNRB ins Leben gerufen, ein Projekt mit der popee, deutsche und kenianische Soundkultur urbaner Art aufeinander treffen zu lassen. In Nairobi wurde ein Studio eingerichtet, diese Nachricht verbreitete sich in der dortigen Szene, und der Ansturm an Künstlern war offenbar derart intensiv, dass der Name „Madhouse“ entstand. Letztendlich blieben von kenianischer Seite Ukoo Flani, eine HipHop-Crew aus Mombasa, Nazizi, die bekannteste Rapperin des Landes, die MCs Mister Abbas, Kimya und Lon’ Jon sowie Just-A-Band, die mit Elektropop erfolgreich sind. Die Berliner Seite bildeten Modeselektor, Jahcoozi und die besagten Gebrüder. Das Ergebnis: 18 Tracks sind auf dem Album enthalten, das voller Elektronik und mit viel Bass zwischen HipHop, Dancehall und Electro sowie zwischen deutscher Produzentenpräzision und afrikanischer Leichtigkeit in den Lyrics schwankt. So beeindruckend wie interessant – und hoffentlich nur ein Anfang, denn gegen mehr madness, vor allem unkalkulierte, wäre nichts einzuwenden.

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