burger
burger
burger

PRINS THOMAS Prins Thomas (Full Pupp)

- Advertisement -
- Advertisement -

Zwischen den Osloer Disco-Renegaten Peter Lindstrøm, in der Rolle des verspulten Visionärs, und Todd Terje, in der Rolle des cleveren Ironikers, war „Prins“ Thomas Hermansen bislang eher als vermittelnder Charakter aufgetreten, dessen Kollaborationen und Remixes immer einen Elefantenfuß im Club hatten. Thomas’ andere Seite, seine Liebe zum polierten kalifornischen Adult Oriented Rock mit dessen endlosen Keyboardsoli, zur verschwenderischen Moroder-Disco, zur kosmischen Musik der deutschen siebziger Jahre, hat er auch in seinen DJ-Sets und seltenen Soloproduktionen eher nur angedeutet als wirklich ausgelebt. Sein erstes, selbstbetiteltes Album versucht nun, seine Leidenschaften zu versöhnen: bassige Housetracks mit mäandernden Phasergitarren, blubbernde Krautrock-Sümpfe unter statisch-trockenem Drumming, exstatisches Synthiezwitschern auf dem Swing von „Love Is In The Air“. Eine heikle Sache, die nur zu leicht zu einer nerdigen Wissensdemonstration oder einer selbstverliebten Daddelei werden kann. Doch genau davor bewahren ihn seine groovende Bodenständigkeit, und eine zutiefst freundliche musikalische Seele. Die Intimität der frühen Disco-Kultur durchzieht das Album wie ein warmer Windhauch. Glitzert besonders charmant in kleinen engen Kellern ohne Klimaanlage.

In diesem Text

Weiterlesen

Features

Motherboard: März 2025

Im Motherboard findet sich im März Neue Musik, mit einem großen N, die unmittelbar in den Kopf geht – und das übliche Leftfield-Update.

Sandwell District: „Manche Bands gibt es seit 40 Jahren, und seit 25 Jahren sind sie kacke” (Teil 1)

Sandwell District sind zurück – mit einem neuen Album. Wie das Comeback zustande kam, lest ihr im ersten Teil unseres großen Interviews.

Wellen.Brecher: „Werner nimmt sich oft das Mikro und hat halt viel zu sagen”

Mit ihrem Sound aus Electro, Punk und Rave sind Wellen.Brecher mehr als ein Inklusionsprojekt. Wir haben sie gesprochen.