Anthony Child (Foto: Presse)

Unter dem Alias Surgeon gilt Anthony Child nicht nur als einer der Größen des Techno, sondern betreibt zugleich mehrere Labels. Musikalisch ist er großgeworden in Birmingham, beeinflusst von Krautrock und Industrial, aber auch Chicago House und Dub und so klingt auch sein eigener Sound: dreckiger, roher, punky Industrial Techno für Fans von Coil, wie er selbst einer ist.

Im Laufe der Jahre hat sich sein Sound zu einem weitaus experimentelleren gewandelt. So veröffentlichte er auf Mego 2015 Electronic Recordings From Maui Jungle. Zu seinen Kollaborateuren zählen Industrial-Kollege Regis (British Murder Boys), Blawan (Trade), Daniel Bean, mit dem er am Drone-Projekt The Transcendence Orchestra tätig ist. Aber auch mit Grindcore-Schlagzeuger Mick Harris hat er ein Projekt – wenn er nicht gerade für Lady Gaga eine Show eröffnet.

Seine Charts von 1996 zeigen neben einem klassischen Jeff Mills auf Platz 1 vor allem eine Vorliebe für acid-lastigen Techno aus dem Raum Detroit. Mit Substance erklingen zudem Dubbige Töne. Regis’ Application of Language verweist indirekt auf deren spätere Zusammenarbeit; schon 1997 remixte er für Tresor dessen Single First.

Diese und viele weitere DJ-Charts findet ihr in der GROOVE-Ausgabe #40 oder in unserem Heft-Archiv.

10. Raoul Delgado – Full Automation

9. Substance – Relish

8. JB3 – Believer

7. DJ Hyperactive – Missile 15

6. Regis – Application of Language

5. Surgeon – Pagga

4. Vice – Player Hater

3. Damon Wild – Rotary

2. Trackman – Don’t Stop/h3>

1. Jeff Mills – The Other Day

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