Ein kurzes Knistern, und dann stampft es los. Relativ langsam, monoton, maschinell und bedrohlich. Das Debütalbum von Tommy Four Seven ist die logische Weiterführung des momentanen CLR-Sounds. Die Stücke nehmen sich Zeit, und sie fordern Zeit. Erst fressen sich die schroffen Grooves in die Hirnrinde und plötzlich taucht ein Sound auf, der so gewaltig ist, dass er für sich selbst steht. Man glaubt dem Briten, dass er hierfür keine Drum-Samples oder Synthesizer, sondern nur Feldaufnahmen benutzt hat. Die meisten davon dürften aus der Halle stammen, in der der Terminator zusammengelötet wurde. Aus diesem Rauschen, Grollen und Knacken etwas zu erschaffen, das tatsächlich groovt, braucht schon etwas Fingerfertigkeit. Funktionieren werden die Tracks aber nur in Clubs, in die niemals Tageslicht dringt. Eine Besonderheit der Platte ist Tommy Four Sevens offensichtliche Lust an Rhythmen. Der Opener holt den One-Drop-Reggae ins Industriezeitalter, der zweite Track bringt einen übergewichtigen Dreivierteltakt mit sich. Insgesamt wirkt das Ganze weniger wie ein Album, eher wie eine Sammlung von Edits für den DJ, der sein Publikum gern herausfordert, oder für den Hörer, der es dreckig mag. Daran ändern auch die abstrakteren Tracks gegen Ende der Platte nichts.