Natur und Beton – es gibt keinen grundlegenderen Gegensatz als den zwischen wilder grüner Fauna und dem gebändigten, grauen Baustoff, aus dem die gebaute Natur der Städte ist. Dieses Grundmotiv durchzieht „Synken“ wie der aus Liedern bekannte Wechsel von Strophe und Refrain. Botanische Kleinode, zarte Blüten treffen auf rohes Grau, Lüftungsschächte und endlose Gänge. Doch da, zig Schulranzen auf den Schultern eines Wesens, was macht der nur hier? Dann kommen ein menschlicher Igel, ein ominöses Rohrwesen hinzu und das Element Wasser ins Spiel. Aus diesem Setting haben die Vpopeojockeys Transforma Bilder gewonnen, gebaut, geschnitten, die dank des faserigen, unkonkreten Soundtracks von O.S.T. manchmal romantisch, manchmal verstörend und immer spannend wirken. Ein Film, der Kunstkenner und Chillout-Abhänger nicht minder fesseln dürfte. Die Spannung zwischen absoluter Natürlichkeit und totaler Konstruktion vereinen die Wesen des Films. Sie zeigen: In bepopen Sphären kann man sich genauso gut verlaufen. Mindestens so gut wie in den abgründigen Tonlandschaften von O.S.T.

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