Smirnoff Sound Collective: Âme & Aera at Ikarus

Âme & Aera at Ikarus

Foto: Presse/Smirnoff (Âme/Aera)

Unsere Szene wäre nichts ohne die Kollektive, die sie aufgebaut haben und immer weiter vorantreiben, Tag für Tag und Nacht für Nacht. Das Smirnoff Sound Collective würdigt diese mit einzigartigen Performances auf ausgewählten Festivals. Alte Hasen treffen auf junge Hüpfer. Wer es nicht zu den Auftritten von Mobilee, Innervisions, ENTER., Exploited oder Kompakt schafft, für die präsentieren wir im Nachhinein exklusive Mitschnitte der Sets und besondere Leckerbissen in den kommenden Print-Ausgaben. Heute sind Innervisions an der Reihe, die Anfang Juni auf dem Ikarus Festival beim Smirnoff Sound Collective Camp zu Gast waren.


Video: ÂmeLive at Ikarus (Smirnoff Sound Collective Camp)

Es fing alles ganz harmlos und klein an: 2005 gründete Meisterselector Dixon gemeinsam mit Frank Wiedemann und Kristian Beyer ein Label. Die beiden hatten sich als Âme in den Jahren zuvor mit Releases auf dem Sonar Kollektiv einen Ruf in der Szene erspielten. Der absolute Durchbruch aber gelang dem Duo und damit dem neuen Projekt Innervisions mit einer Platte, welche in Kooperation beider Labels erschien.


Video: AeraLive at Ikarus (Smirnoff Sound Collective Camp)

Der Track „Rej“ gehört mit seinem zeitlosen Sound auch elf Jahre nach Veröffentlichung noch in jede gut sortierte Plattentasche und gab als zweite Katalognummer bereits vor, was den Sound des neuen Labels Innervisions ebenso wie den von Âme ausmachen sollte: nah dran am pulsierenden Beat der Zeit, harmonisch dicht und melodisch packend. Kaum ein Track hat dermaßen viel Wiedererkennungswert wie „Rej“ – und viele von denen, die sich das auf die Fahne schreiben können, erschienen ebenfalls bei Innervisions.


Stream: ÂmeLive at Ikarus (Smirnoff Sound Collective Camp)

Âme entwickelten sich weiter und schufen noch mehr Hits: 2012 veröffentlichte Frank Wiedemann – der mittlerweile die Live-Sets überwiegend allein bestreitet – eine Neuinterpretation des Songs „Howling“ vom bis dato recht unbekannten Singer/Songwriters Ry X. Der melancholische Falsett-Gesang des Australiers machte sich auch über einem Four-To-The-Floor-Beat ausgezeichnet, Wiedemanns Arrangement-Talent erledigte den Rest: Die Gänsehaut-Club-Hymne der nächsten paar Jahre war geschrieben. Natürlich aber ging es danach noch weiter: Âmes Live-Sets haben einen mittlerweile legendären Status inne und auch wenn das letzte Boiler Room-Set von Frank Wiedemann die Behörden auf den Plan rief – die Geschmackspolizei zumindest schweigt und genießt. So auch auf dem Ikarus Festival Anfang Juni, wo Wiedemann Seite an Seite mit Innervisions-Neuling Aera performte.


Stream: AeraLive at Ikarus (Smirnoff Sound Collective Camp)

Aera, das ist Ralf Schmidt, seines Zeichens kein Unbekannter in der Szene, welche er seit gut einem Jahrzehnt mit Releases über Labels wie Aleph und Maeve versorgt, bevor er Anfang des Jahres auch auf Innervisions debütierte. Mit seiner Running Hot-EP beweist er viel Feinsinn für wohldosierte Acid-Sounds und emotional aufgeladene Harmonien, die von zackigen House-Beats eingerahmt werden. Qualitäten, die Aera ebenfalls im Rahmen des Smirnoff Sound Collective Camps auf dem Ikarus Festival unter Beweis stellte.