Das titlestück der EP auf No. 19 Music lebt von theatralischen, in typischer Edgar-Manier zerschnittenen Streichern, einer salvenartigen Snare und der gewaltigen, knarzenden Basslinie. „Cerulean Penetration“ wirkt mit den umherflackernden Synthies und dem knackigen Beat seltsam euphorisierend. Enttäuschenderweise schafft es House-Veteran Gene Farris nicht, diese Leichtfüßigkeit in seinem Remix zu vermitteln, denn die begleitenden Streicher wirken derart dissonant, dass man lieber zu „Seven Mile“ vorspringt: eigenartig simpel, aber dennoch ungemein funky.
Auf seiner EP für Glasstable versucht Edgar mit „Be There“ und „Hush“ eine erotisierte Jetset-Gelassenheit zu mimen, die seinen Stücken einfach nicht stehen will. Zu einfach gestrickt sind die Beats, zu repetitiv die lasziven, metallisch hallenden Stimmen. Kyle Hall vermag es mit seinem Remix von „Hush“, dem Stück durch verspielte Rhodes ein wenig Lebendigkeit einzuhauchen. Damit gelingt es ihm aber noch lange nicht zu bestätigen, dass er das nächste sogenannte Wunderkind Detroits ist. Sicher ist jedoch, dass sich Jimmy Edgar von diesem Status mit „Be There“ ein weiteres Stückchen entfernt hat.