Ion Ludwig, seinerzeit ja eher die deepe Seite des Minimalismus beleuchtend, hat nun auch zu einem House-Modus gefunden, dem ein wenig Fleisch auf den Knochen durchaus gut zu Gesicht steht. Die Panflöte irritiert zwar hier und da etwas, das düster gleitende Gewässer, das er in „Late Bed“ aus Piano-Bruchstücken, Bläserloop und Feldaufnahmen zu einem Strom verdichtet, trägt jedoch verdammt weit. Nicht minder ein Kind der Dunkelheit ist auch „Lakes Loosh“, bringt aber durch die Melodie ein sehnsuchtsvolles Moment alter französischer Filme mit sich, dem man sich hingeben kann, das jedoch besser abseits des Clubs funktionieren sollte.

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