Der Berliner Phon.o überraschte immer wieder mit unerwarteten stilistischen Verbindungen, in denen er Popmomente aufspürt. Seine bepopen neuen Tracks haben Dubstep-infizierte Grooves, in den Melodien kommt eine indie-poppige Sensibilität zum Ausdruck. Und die behutsame Art, mit der er die Klänge ihre Wirkung entfalten lässt, verweist auf experimentelle Ansätze. Bei „Slavemode“ löst sich ein kompakter, erdiger Breakbeat in einer pathetischen Fläche auf. Beim potenziellen Hit „Abbey Road“ baut Phon.o aus dem kurzen, dramatischen Sample einer Frauenstimme einen Song, der von einer ruhenden, harmonischen Bassline besänftigt wird. Auf einer 10-Inch-Split-EP von 50 Weapons erscheint Phon.o gleich noch einmal, und zwar an der Seite eines Tracks von Anstam. „IL62“ operiert aus einem basslastigen Groove, in den komplexe Echos eingelassen sind. „Albert“ von Anstam ist eine wüste Dubstep-Nummer, deren Groove so unvorhersehbar ist wie die Faust eines Boxers.