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La Llama

Der Amerikaner Guillermo Scott Herren ist den meisten wahrscheinlich als Warp-Künstler Prefuse 73 bekannt, als der er sich für seine visionären HipHop-Eskapaden einen Namen machte. Dass er über den Beat-Nerd-Tellerrand hinausschaut, bewies er bereits im Jahr 2000, als er seine akustische Seite mit Folk Songs For Trains, Trees & Honey offenbarte. Savath & Savalas ist Herrens wohl bekanntestes Seitenprojekt, er betreibt es meist zusammen mit der spanischen Sängerin Eva Puyuelo Muns die bereits auf dem Meilenstein Apropa’t zu hören war. Schon damals schloss er sich mit John McEntire von Tortoise zusammen, was hörbare Spuren hinterließ. La Llama ist nach dem völlig untergegangenen Golden Pollen und einer LP als A Cloud Mireya nun der neueste Wurf. Die meisten Songs lassen sich zunächst nicht erschließen und wirken beim ersten Hören willkürlich zusammengeschustert. Gezielte Dissonanzen nehmen einem bewusst den Lagerfeuer-Hörgenuss. Atmosphärisch kann man sich dennoch assoziativ verlieren und findet sich in einer Welt aus Klangcollagen gepaart mit der hypnotischen Stimme von Puyuelo Muns wieder. Die wahren Stärken des Albums offenbaren sich zwar nicht beim ersten Hören, lohnen sich aber, entdeckt zu werden.

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