Sonntag, 4. Dezember 2016
Schlagworte Reviews Groove 147

SCHLAGWORTE: Reviews Groove 147

ARCHANGEL The Bedroom Slant (Foom Music)

Bruno Pronsato ist mit ambitionierten minimalistischen Klängen bekannt geworden. Als Archangel versucht sich Pronsato nun noch einmal neu zu erfinden.

AWANTO 3 Opel Mantra (Rush Hour)

Der Amsterdamer Steven Van Hulle hat sich mit seinen Platten als Awanto 3 bisher etwas Zeit gelassen. Auch bei seinem ersten Album wollte sich der Produzent aus dem Rush Hour-Stall keinem unnötigen Druck aussetzen.

STENNY Eternal Restriction (Ilian Tape)

„Eternal Restriction“ ist nicht umsonst der titelgebende Track: Die auferlegte Beschränkung bestand wohl in der Verwendung der Zweiton-Formel. Das Ergebnis ist eine dennoch erstaunlich komplex wirkende Melodie im Zusammenspiel mit waberndem Bass, den schleifenden Drums und dem Rest, der im Kopf passiert.

WHOMADEWHO Dreams (Darup Associates)

Ein Trio in Rockbesetzung, das Hits der elektronischen Musik covert – dieser Twist stand am Anfang der Bandgeschichte von WhoMadeWho. Dreams, ihr nunmehr fünftes Studioalbum, zeigt, was für einen Weg die dänische Formation in den vergangenen zehn Jahren zurückgelegt hat.

MARC ROMBOY Shades (Systematic)

Der Mönchengladbacher Marc Romboy hält sich nicht mit Kleinkram auf. Nach der opulenten Luna-Kooperation mit Stephan Bodzin, bei der Romboy schon Erfahrungen mit dem 3-CD-Format sammeln konnte, und der letztjährigen Allianz mit Ken Ishii liefert er nun auf seinem dritten Künstleralbum ein musikalisches Fullservicepaket mit 32 Tracks auf drei CDs ab.

REBOOT Deep_V (Deep Vibes)

Frank Heinrich mag Field Recordings und das Basteln an neuen Sounds: Das schnöde Verwenden einer 808 war noch nie sein Ding. Für sein zweites Album, diesmal auf Deep Vibes und nicht Cadenza, hat er Aufnahmen in aller Welt gesammelt und daheim zu einem minimalen Geklöppel miteinander kombiniert.

MORPHOLOGY Identity Component (Zyntax Motorcity)

Das finnische Electro-Duo Morphology besteht aus den Produzenten Matti Turunen und Michael Diekmann. Binnen kurzer Zeit konnten sie sich mit dem Album Urania’s Mirror und einem Dutzend Maxis eine ansehnliche Reputation verschaffen. Ihr zweites Album, wie das Debüt auf Zyntax Motorcity erschienen, schließt nahtlos an diesen Produktionsstrom an.

RADIAL Crux (Radial)

2009 entrümpelte Jeroen Liebregts sein Studio. Nicht dem verkratzten Laminat oder verräucherten Vorhängen, sondern der Technik ging es an den Kragen. Seitdem umgibt sich der Niederländer vorrangig mit analoger Hardware, welche er vereinzelt selbst gebastelt hat. Die technische Umrüstung begründete sich mit dem Wunsch nach kreativer Neuorientierung. Das nun vorliegende Resultat, Crux, ist Liebregts erstes Soloalbum als Radial.

LOW JACK Garifuna Variations (L.I.E.S.)

Der Einstieg in Garifuna Variations könnte ein Statement zur verbreiteten Unsitte sein, Alben mit „atmosphärischen“ Intros beginnen zu lassen: „Punta“ brutzelt düster, rauscht und...

METRONOMY Love Letters (Because Music)

Joe Mount, der Mann hinter der Band Metronomy, hat im Gegensatz zu vielen Künstlern, die den Rest ihres Lebens bei dem Sound bleiben, den sie zu Beginn ihrer Karriere herausgearbeitet haben, eine ganze Weile gebraucht, um seinen Weg zu finden. 2011 erschien The English Riviera, seine Liebeserklärung an seine alte Heimat – ein Album, welches das Zeug zum Klassiker hat. Mit Love Letters knüpft der Engländer nun einerseits nahtlos an, doch andererseits ist der vierte Metronomy-Longplayer deutlich introspektiver und spröder als der Vorgänger.

CHRISTIAN PROMMER ÜberMood (Compost Black Label)

Auch auf ÜberMood wird rasch deutlich, dass Prommers musikalischer Zugriff ein doppelter ist, dialektisch geformt durch seine Erfahrungen als Schlagzeuger einerseits und als DJ andererseits.

FEADZ Instant Alpha (Ed Banger)

Die Ed Banger-Acts haben aus den Trümmern des Clash-Sounds mit einem eklektischen, aber doch stilsicheren Mix aus Soul, Funk, HipHop, Achtziger-Pop, House und Techno einen eruptiven, manischen Clubsound erschaffen. Dieses extreme Spannungsniveau ist schwer zu halten, deshalb wird der Mangel an Punch oft durch schmierigen Emo-Pop kompensiert. Feadz löst Ed Bangers Anspruch eines mitreißenden Partyspaßes mehr als die meisten andere Acts des Labels ein.

COLO UR (Ki Records)

Das Debütalbum von Colo aus London knüpft an den popaffinen Post-Dubstep von Machinedrum oder Mount Kimbie an.

CHEVEL Air Is Freedom (Non Series)

Es wäre übertrieben zu sagen, dass dieses Album aus dem Nichts kommt, aber irgendwie überraschend ist es schon.

:BROWNSTUDY Life Well Lived (Third Ear)

Jason Hogans kommt aus Detroit und debütierte bereits 1998 mit seiner „Peter And The Rooster EP“ auf Carl Craigs Label Planet E – das klingt nach vorgezeichnetem Weg, nach Bestimmung. Seit 2005 veröffentlicht er unter dem Pseudonym Brownstudy auf Third Ear, und sein neues Album Life Well Lived sollte, nein, muss ihm die Pforten der internationalen Szenewahrnehmung öffnen, wenn in dieser Welt noch ein Fünkchen Gerechtigkeit siedelt.

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