Mat Chiavaroli

No Stranger To Madness (Quintessentials)

Viel Wirbel gab es noch nicht um Mat Chiavaroli. Zwei Singles in 2011 und 2012, dann wurde es wieder ruhiger um ihn. Vergangenes Jahr meldete er sich mit einer 12-Inch auf Quintessentials zurück. Das nun folgende Debütalbum macht genau da weiter, wo seine bisherigen EPs aufgehört haben. Überzuckerte US-House-Entwürfe mit souligen Vocals.

Dabei werden eigentlich alle Klischees bedient, die sich mit den eher uninspirierten Werken des Genres verbinden lassen – spätestens dann wenn das Saxophon in „Whoja Vu“ einsetzt. Das hier vor allem Hintergrundmusik für Cafés das Endprodukt definiert ist schade, denn das Genre hat so viel mehr zu bieten. Dafür langt bereits ein Blick in Richtung Max Graef und seiner Money $ex Crew. Ein Vergleich, der sich zumindest vereinzelt bei den Arrangements Chiavarolis aufdrängt. Eine durchaus spannende Nummer gibt es allerdings doch noch. „Latexxxnite Enemy“ spielt mit unscheinbaren Bleeps und einer groovigen Bassline. Mehr davon wäre wünschenswert gewesen.


Stream: Mat Chiavaroli – No Stranger To Madness