Welche Lärmschutzmaßnahmen habt ihr seit der Öffnung im Jahr 2014 vorgenommen?
So einige. Die ersten Maßnahmen gleich am Anfang war das Zumauern der Fenster und der Einbau von Schallschutztüren auf dem großen Floor. Wir haben dann vergangenes Jahr mit dem Einbau von Schallschutzfenstern auf dem zweiten Floor weitergemacht und haben diese sogar mittlerweile mit Sand zugeschüttet. Die letzte Maßnahme war der Bau von Bassabsorbern auf dem großen Floor, wodurch sich nicht nur der Sound wesentlich verbessert hat, sondern auch der Bass im Raum bleibt und weniger nach außen dringt. Insgesamt liegen die Investitionen wohl knapp unter der fünfstelligen Euro Grenze.

Zuletzt habt Ihr einen offenen Brief an alle Dezernatsleiter wie auch Oberbürgermeister und Stadtratsfraktionen geschickt. Welche Reaktionen habt ihr bisher erhalten? Wie sieht die Perspektive aus?
Die Reaktionen, die wir bekommen haben, waren durchweg positiv, vor allem von den Stadtratsfraktionen. Die SPD, Grüne und Linke haben sich direkt bei uns gemeldet und ihre Unterstützung zugesichert. Auch aus dem Kulturamt kamen eindeutig positive Signale. Es gibt jetzt die ersten Anfragen im Stadtrat, irgendwann Unterausschüsse und zum Schluss wohl eine Abstimmung darüber, wie mit der Sperrstunde in Leipzig im Allgemeinen für alle Nacht- und Kulturbetriebe verfahren wird. Wir sind sehr zuversichtlich, dass sich die Stadt der besonderen Bedeutung des Nachtlebens für das Lebensgefühl und -qualität vor allem von jungen und kreativen Menschen bewusst ist und die richtige Entscheidung trifft. Dennoch ist das ein längerer Prozess, der sich wohl noch über das gesamte Jahr erstrecken wird.

Was können LeipzigerInnen und alle dem Club nahestehende Personen tun, um euch zu unterstützen?
Wir haben vor einer Woche eine Petition gestartet, die innerhalb von drei Tagen das notwendige Ziel erreicht hat. Dennoch ist es von großer Wichtigkeit dort zu unterschreiben – auch wenn man nicht in Leipzig wohnt. So können wir der Stadt klarmachen, dass wir nicht vereinzelte Technochaoten sind, sondern dass die Szene und Community relevant ist. Und kommt zu den letzten Partys vor der Sommerpause, wir haben uns ein paar gute Sachen ausgedacht!