Smirnoff Sound Collective: Inside Innervisions

Der größte gemeinsame Nenner

Foto: Screenshot/YouTube/6sept13

Das Smirnoff-Sound-Collective-Projekt nimmt die Kollektive in den Fokus, die über Jahre hinweg unsere Szene geprägt haben. Nicht aber geht es allein um alte Hasen, sondern auch die jungen Talente, die neue Impulse beisteuern. In der Doku „Inside“ gehen wir der szeneübergreifenden Bedeutung von Sound Collectives auf den Grund. Die Kurzdokumentationen, die neben exklusiven Tracks in unserer aktuellen Ausgabe zu finden sind, könnt ihr nun auch online einsehen. Weiter geht es mit Innervisions, dem gemeinsamen Herzensprojekt von Âme und Dixon, welches zuletzt den Produzenten Aera begrüßte.

Schulterklopfen ist nett, Ehrlichkeit besser. Bei Innervisions geht Offenheit vor Schmeichelei. Prägend für den Sound des 2005 gegründeten Kollektivs ist Frank Wiedemann zufolge der gemeinsame Geschmack, den er mit Âme-Partner Kristian Rädle und Steffen Berkhahn – besser bekannt als Dixon – teilt. Es geht nicht um den kleinsten, sondern vielmehr den größten gemeinsamen Nenner. „Musikalischer House“, versucht Wiedemann das zögerlich zusammenzufassen. Dabei ist der Sound des Flaggschiffs Âme nur ein Teil des kunterbunten Mosaiks, aus dem sich Innervisions als Label zusammensetzt.

Ralf Schmidt etwa schätzt einen Recondite ebenso wie die zarten Ambient-Töne, die im Katalog neben Secret Weapons und Clubhymnen einsortiert werden. Als Aera debütierte der Labelbetreiber dieses Jahr auf Innervisions und gab die von ihm wertgeschätzte Kontrolle über seinen eigenen Output, der sonst überwiegend über sein eigenes Label Aleph erscheint, in beste Hände. Allen offen Strukturen zum Trotz: Eine Rollenverteilung gibt es bei Innervisions, welchem neben dem Kerngeschäft mit dem Plattenlabel noch ein Vertrieb, hauseigene Booking-Agentur sowie dem Plattenladen Muting The Noise angeschlossen ist, dennoch: Rädle und Berkhahn treffen die Entscheidungen in Hinsicht auf Releases, Wiedemann wird als das „Produktionsherz“ des Kollektivs beschrieben. Bei Innervisions würde schließlich nicht alles so nahtlos ineinander laufen, wenn die Leidenschaft für Musik nicht mit einer gehörigen Portion Professionalität daherkäme. Mit Âmes Überhit „Rej“ über Laurent Garniers Back To My Roots-EP und natürlich Ry Xs Gänsehautgaranten „Howling“ wurden zwar mehr als reichlich Lorbeeren eingefahren, auf der eigenen Geschichte möchte sich das Smirnoff Sound Collective aber keineswegs.


Video: Smirnoff Sound Collective – Inside Innervision

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