Foto: Screenshot/YouTube (Sacrum Profanum)

Wenn im polnischen Krakau an acht Tagen die Synergien zwischen elektronischer Musik und zeitgenössischer Klassik erforscht werden, ist das Ergebnis häufig ein Experiment. Sein Name: Sacrum Profanum. Widersprüche werden nicht nur im Namen des Festivals zusammengebracht. Was im Line-Up genau als das Heilige und was als das Profane gehandelt wird, liegt freilich im Auge beziehungsweise Ohr des Betrachters. Klar ist aber, dass man in Krakau auf die musikalische Avantgarde abzielt.

Zur Eröffnung des Festivals am 1. Oktober lädt Bedroom Community. 2006 gegründet, begeht das isländische Label seinen 10-jährigen Geburtstag mit einem Konzert namens Whale Watching. Das „flexible Ensemble“ besteht an diesem Abend aus den Bedroom-Community-Mitgliedern Jodie Landau, Valgeir Sigurðsson, Nico Muhly und Daníel Bjarnason, der Sopranistin Barbara Kinga Majewska sowie weiteren klassischen Musikern. In seiner Mischung der Genres von zeitgenössischer Musik über Scandinavian Folk bis zu Electronica und der gegenseitigen Beeinflussung der Musiker soll der Festivalauftakt die multidimensionale Natur der heutigen Welt widerspiegeln.

Ein weiterer Höhepunkt findet am Festival-Mittwoch statt: In einem Kammermusikkonzert interpretieren das Streicherquartett Arditti Quartet, der US-amerikanische Pianist Stephen Drury und die polnische Sopranistin Barbara Kinga Majewska Stücke des Komponisten John Zorn. Zu den bestätigten Künstlern gehören außerdem: Das Kollektiv Zeitkratzer, eine John Zorn-Performance von Hansdampf Mike Patton, Nadia Sirota und das Ensemble Intercontemporain.


Sacrum Profanum
01. bis 08. Oktober

Tickets: ab 8€ pro Einzelveranstaltung

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Krakau