Foto: Bartosz Ludwinski (Faerber)

Alter: 27

Homebase: Hamburg/Berlin

Erste gekaufte Platte: The Prodigy – Fat Of The Land

Zuletzt gekaufte Platte: Levon Vincent – NS-012

Was mich zum DJ gemacht hat: Ich hatte schon immer eine Affinität für Musik. Als Kind saß ich oft Stunden mit einem Kassettenrekorder vor dem Radio und habe auf die richtigen Lieder gewartet. Einige Jahre später habe ich bei einem Freund angefangen HipHop aufzulegen und war direkt hooked.

Meine Vorbilder: Ich finde es schwer Vorbilder zu benennen, weil ich total unterschiedliche Musik mag, so lange sie die für mich richtige Klangästhetik hat. Das kann an einem Tag Source Direct sein und am nächsten Earl Sweatshirt oder Wagner. Natürlich höre ich auch viel Techno und House aus allen möglichen Ecken und Epochen, aber finde es fast unmöglich mich auf ein par wenige Artists zu beschränken.

Ich lege auf mit: Sowohl Vinyl als auch Sticks, das kommt auf den Club und den Sound an. Platten kaufe ich sehr selektiert, während ich online auch viele rein funktionale Tracks kaufe, die schnell wieder aussortiert werden.

An Hamburg mag ich: Gute, kleine Restaurants wie das Vienna, das Bistro Carmagnole oder Brachmanns Galeronen, in denen es wirklich gutes Essen zu fairen Preisen gibt und man sich immer willkommen fühlt. Und das PAL in Hamburg natürlich.

An Hamburg nervt mich, dass die Stadt einen selten wirklich überrascht.

Das beste Erlebnis beim Auflegen: Wenn der Punkt kommt, wo sich die Musik quasi von alleine spielt. Dann kann sich einfach von der Musik und dem Publikum tragen lassen, das hat fast etwas Meditatives.

Das Nervigste beim Auflegen: Wenn man genau diesen Punkt nicht erreicht und immerzu überlegen muss, was man als nächstes spielen soll.

Lieblingsclub zum Auflegen: PAL

Unterwegs immer im Gepäck: Meine zerstörten, mittlerweile 8 Jahre alten Sennheiser-Kopfhörer und ein gutes Buch.

Wenn ich nicht gerade hinter den Decks stehe, mache ich an der Seite von Andre Stubbs, dem Gründer vom PAL in Hamburg, das Booking für den Club; verbringe möglichst jeden Tag Zeit im Studio, kaufe Musik bei BCR, Hardwax, Smallville, im Record Loft und online oder koche gutes Essen.

Meine zwei Secret Weapons:
DJ Slip – „Every Time It Takes Awhile“
Scorp – „New Energy“

 


 

Wie hast du die Stücke für den Mix ausgesucht? Hattest du ein bestimmtes Konzept im Kopf?
Ich habe zuerst versucht einen klassischen Mix mit vorher bestehender Tracklist zu machen, hab aber schnell gemerkt, dass da bei mir irgendwie kein Flow entsteht. Also bin ich am Tag nach einem 7 Stunden Set im PAL (Opening und Closing) zurück in den Club und habe eine Art Essenz aus dem Vorabend aufgenommen. Alle Tracks in dem Mix sind mir von der Nacht irgendwie positiv in Erinnerung geblieben…

Wo und wie hast du den Mix aufgenommen?
Im PAL mit 2 Technics 1210ern, 2 CDJs und einem Allen&Heath Xone 92.

Wo kann man dich demnächst an den Decks erleben?
Als nächstes spiele ich beim PAL Open-Air am 27. August mit allen Residents in Hamburg. Abgesehen davon hat der Club bis zum 9. September gerade Sommerpause. Danach geht meine monatliche Residency wie gehabt weiter.

 


Stream: Am Deck 28Faerber

01. Varg – Misantropen (Northern Electronics)
02. Juan Atkins & Moritz von Oswald Present Borderland – Lightyears (Tresor)
03. Filsonic – O’Risha (Symple Sound)
04. Aardvarck – Housenose (Fino y Gordo)
05. Scan 7 – Noise Tension (Keith Kemp (Windsor Tunnel connection) Remix) (Detroit Underground)
06. DJ Slip – Every Time It Takes A While (Parotic Music)
07. Skee Mask – Shred 08 (Ilian Tape)
08. Arcasenal – Raccoons (Finale Session)
09. Efdemin – There Will Be Singing (DJ Koze Remix) (Dial)
10. Christian Morgenstern – The Future Is On Fire Pt. 2 (Konsequent)
11. Woo York – Wogen (Abstract Division Remix) (Digital Reflection)
12. Cliche Morph – The Suffering Of Mind (Fanon Flowers Remix)
13. The Plant Worker – Delta Cut 02 (Ressort Imprint)
14. Acronym – Set Sail (Northern Electronics)
15. Dasha Rush – Ocean Sharp (Deep Sound Channel)
16. Snorre Magnar Solberg & Tom Ace – No No 3B (Club No-No)
17. Daegon – Run (Jeff Rushin Remix) (Crunch Control)
18. Electric Rescue – Nania (Developer Rmx) (Analytictrail)
19. Shifted – Untitled (B2) (Avian)
20. Angel Alanis – Subconscious Tango (Konsequent)
21. Antigone – Prime Mover (Token)
22. Marcel Dettmann – Translation One (Ostgut Ton)
23. Edit Select – Bauer (Ostgut Ton)
24. Shackleton – Blood on My Hands (Ricardo Villalobos‘ Apocalypso Now Mix)
25. Christian Morgenstern – Miscellaneous Pt 16 (Kanzleramt)
26. No More – Something Grows Up (Dark Entries)