Nitam

Am Deck 26

Foto: Ruben Jacob Fees (Nitam)

Alter: 25

Homebase: Berlin

Erste gekaufte Platte: Moby – Play

Zuletzt gekaufte Platte: Mood Hut – SNAKER 007

Was mich zum DJ gemacht hat: Einen großen Anteil haben da definitiv meine beiden langjährigen, engen Freunde Kobosil und Somewhen, mit denen ich aufgewachsen bin und meine Leidenschaft für Musik teile. Wir haben uns über die Jahre gegenseitig viel beeinflusst und inspiriert. Zu Beginn hatte ich den Fokus eher auf Produktion statt Auflegen, was sich im Laufe der Jahre dann geändert hat. Es macht mir großen Spaß, in meinen DJ-Sets unterschiedliche musikalische Ideen und Einflüsse ineinanderfließen zu lassen und die Freude daran mit den Menschen im Club zu teilen. Mich reizt dabei die Abwechslung, die mir das Gefühl gibt, immer wieder etwas Neues zu schaffen.

Meine Vorbilder sind soundtechnisch die Mitte bis späten achtziger und frühen neunziger Jahre. Ich mag die Ästhetik der Sounds. Gerade die früheren Planet-E-Releases, Genres wie Ambient und Detroit House sowie Elemente aus discolastigen Platten hatten großen Einfluss auf mich. Im Allgemeinen sind Platten, die es neben ihrer Funktionalität schaffen, auch emotional etwas mitzugeben, meine besondere Inspiration. Das ist mir auch bei meinen eigenen Produktionen und DJ-Sets sehr wichtig.

Ich lege auf mit: Am liebsten spiele ich meine Sets mit Vinyl. Zusätzlich baue ich aber auch gern mal Promos oder eigene unreleased tracks mit ein. Mein Clubsetup besteht deswegen aus Technics 1210 MK, Pioneer CDJ 2000 Nexus und dem Xone 92 von Allen&Heath.

An Berlin mag ich den Körnerpark in Neukölln. Ich komme gerne hierher, um den Kopf frei zu kriegen und meine Gedanken schweifen zu lassen. Außerdem ist er nur einen Steinwurf von mir zu Hause entfernt.

An Berlin nervt mich: Im Grunde regt mich an Berlin nichts so schnell auf. Ich bin hier aufgewachsen und habe die Stadt und ihre Macken von klein auf so kennengelernt. Mit ihren Ecken und Kanten gehört die Stadt zu mir, genau so, wie sie ist.

Das beste Erlebnis beim Auflegen: Es ist schön, wenn ich spüre, dass die Nacht im Club einen positiven Vibe mitbringt und beim Spielen ein gewisser Flow und die Verbindung mit der Crowd entsteht. Beim Auflegen sind es oft Stellen im Set, auf die ich hinarbeite, um eine meiner besonderen Lieblingsplatten rauszuhauen, die dann im Zusammenspiel mit den Menschen im Raum eine besondere Stimmung erzeugt. Wenn dann auch noch das Soundsystem gut klingt, ist es perfekt.

Das Nervigste beim Auflegen: Wäre im schlimmsten Fall wohl eine Kombination aus nicht einwandfrei funktionierender Technik und einem schlechten Soundsystem.

Lieblingsclub zum Auflegen: Panorama Bar.

Unterwegs immer im Gepäck: Mein Kirsch-Ayran, eine kleine Tüte Sonnenblumenkerne und die Zahnstocher für danach.

Wenn ich nicht gerade hinter den Decks stehe, dann höre ich auch gerne und viel Musik abseits vom Clubbetrieb. Da sind dann von jazzigen Sounds bis hin zu abstrakteren Ambientklängen verschiedenste Sachen dabei. Davon lasse ich mich nicht selten für neue Projekte inspirieren. Ich arbeite dann in meinem Homestudio an neuen Tracks und bin nebenher natürlich auch immer auf der Suchenach interessanter, frischer Musik. Dabei stöber’ ich gerne mal bei Discogs oder bin unter der Woche im Hardwax und HHV unterwegs.

Meine zwei Secret Weapons:
Master Plan – „Electric Baile“
Martin Duvall – „All Night“

 


 

Wie hast du die Stücke für den Mix ausgesucht? Hattest du ein bestimmtes Konzept im Kopf?
Der Mix ist konzeptuell eine Mischung aus Clubatmosphäre und Tracks für Zuhause, setzt sich aus Platten der frühen 90er Jahre, aktuelleren Tracks und einem kommenden Unterton-Release von mir zusammen. Ich habe dabei bewusst Platten aus dem Schrank geholt, bei denen ich mit unterschiedlichen Stimmungen spiele, die den Mix facettenreich machen.

Wo und wie hast du den Mix aufgenommen?
Der Mix ist eine Live-Aufnahme aus meinem Homestudio. Mein Setup bestand dabei aus Technics Plattenspielern, Pioneer CDJ ́s und dem Xone 92.


Wo kann man dich demnächst an den Decks erleben?

Mein nächster Gig ist am 7. Mai in der Panorama Bar.

 


Download (MP3, 320 kBit/s, 61:31 Min., 141 MB)

01. Alexander Saykov – Prudy
02. Cherushii – Nightsteps
03. Cottam – Breaking Through the Pain Barrier
04. Zombies In Miami – Snake Lanuage (NTM Mix Edit)
05. Basement Jaxx – 325 (Original Mix)
06. Martinou – I Have Lost Again
07. CCO – Epicycles
08. Art Crime – Intention
09. Alles Andrs – Feel It (Lopazz and Casio Casino Remix)
10. Jozef K, Winter Son – Loveless Vessel (Tuff City Kids Remix)
11. Two Thousand – Dritto
12. Kovyazin D – Uralmash Buildings
13. Deniro – Junord
14. Ethyl & Fiori – Empyrean Woman
15. Davies / Gut – Taxi (Original Mix)
16. Kalawila – Krokodil Nar Västeras
17. Nitam – Cancellate