Aphex Twin hat mit Syro den Grammy für das beste „Dance/Electronic“-Album des vergangenen Jahres gewonnen. Richard D. James setzte sich bei der Wahl durch die US-Akademie für „Recording Arts and Sciences“ in der vergangenen Nacht gegen die Konkurrenten Deadmau5, Little Dragon, Röyksopp and Robyn und Mat Zo durch. Er folgt damit als Gewinner auf Daft Punk, die im Jahr zuvor für Random Access Memories das goldene Grammophon in der selben Kategorie erhielten.

Bei der live im Fernsehen übertragenen Grammy-Verleihung in Los Angeles fehlte von dem öffentlichkeitsscheuen Produzenten jedoch jede Spur. Da die Bekanntgabe des Preises für das beste elektronische Album bereits vor der Live-Show erfolgte, erübrigte sich auch die Frage danach, ob James auf die Bühne kommen würde um seine Trophäe entgegenzunehmen.

Bisher meldeten sich weder James noch seine Plattenfirma Warp mit Statements zu dem Preis zu Wort. In den sozialen Medien wurde der Grammy-Gewinn jedoch ausgiebig gewürdigt. So schrieb etwa der BBC-Radio-DJ Rob Da Bank auf Twitter: „Der Gerechtigkeit ist Genüge getan.“ Die Chillout-Legende Mixmaster Morris wiederum feierte den Aphex-Triumph mit mehr als zwei Jahrzehnte alten Fotos, das den jungen James hinter dem DJ-Pult zeigen.